Viele Frauen in den Wechseljahren berichten über Beschwerden, über das Sie nicht gerne sprechen. Unwillkürlicher Urinverlust beim Niesen oder Lachen,  ein Druckgefühl im Beckenbereich, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Scheidentrockenheit.

 

Der Beckenboden mehr als ein Muskel

Der Beckenboden ist nicht nur ein einzelner Muskel, sondern besteht aus Muskeln, Faszien und Bindegewebe. Die Muskelgruppe selbst besteht aus drei Schichten, welche miteinander verbunden sind. Der Beckenboden trägt Blase, Gebärmutter und Darm. In vielen Körpertraditionen gilt das Becken als Kraftzentrum der Frau – ein Ort von Kreativität, Intuition sowie Lebensenergie. Wenn dieser Bereich unter Spannung steht, erschöpft oder vernachlässigt ist, spüren wir das auf vielen Ebenen.

Der Beckenboden bildet außerdem ein Zwischenstockwerk in unserem Körper und ist somit eine wichtige Baustein in unserer Körpermitte. Er unterstützt Aufrichtung, Stabilität und innere Balance. Dabei beeinflussen sich Beckenboden und Körperhaltung gegenseitig: Eine aufrechte, natürliche Haltung kann den Beckenboden entlasten und unterstützen – gleichzeitig wirkt sich auch die Beckenposition auf unsere gesamte Haltung aus.

 

Warum der Beckenboden in den Wechseljahren besonders leidet

Östrogen spielt eine wichtige Rolle für das Gewebe: Es hält Schleimhäute feucht sowie elastisch. Mit dem Rückgang des Östrogens in den Wechseljahren kommt es auch im Beckenbereich zu Veränderungen. Beschwerden wie:

  • Blasenschwäche
  • Senkungsbeschwerden
  • Scheidentrockenheit
  • chronische Beckenschmerzen

 

Der ganzheitliche Weg: Körperhaltung, Bewegung, Atmung, Ernährung, Pflege

Körperhaltung & Bewegung

  • aufrecht sitzen und gehen
  • gute Haltung beginnt an den Füßen und endet bei der Kopfstellung
  • „Bauch-einziehen“ vermeiden
  • beim Heben und Tragen auf eine gesunde Haltung achten

Atmung:

  • Zwerchfell und Beckenboden arbeiten zusammen als zwei Zwischenstockwerke
  • Atemübungen in den Alltag einbauen
  • bewusstes Ausatmen unterstützt Entspannung
  • flache Stressatmung kann die Spannung in der Körpermitte verändern

Ernährung:

  • den Körper gut mit Wasser versorgen
  • ballaststoffreiche Ernährung, um Verstopfung zu vermeiden
  • ausreichend Vitamin C zu sich nehmen (Zitrusfrüchte, Beeren) für den Kollagenaufbau
  • Magnesium (Kürbiskerne, Mandeln) für entspannte Muskeln

Pflege:

  • pflanzliche Helfer einsetzen, wie Brennnessel und Frauenmantel
  • Gemmotherapie, wie Brombeere und Preiselbeere
  • lokale, pflegende Produkte, wie Zäpfchen mit Granatapfel oder Vaginalcremes
  • schleimhautunterstützende Tees

 

Was ich in meiner Praxis anbiete

In meiner Praxis begleite ich Sie mit einem ganzheitlichen Ansatz in Form von gezielter Beckenbodenarbeit, Körperhaltung, Atmung und naturheilkundlichen Maßnahmen.

Die Körperarbeit kann sowohl als Einzelstunde als auch im Rahmen einer gezielten, aufbauenden Betreuung über drei Termine gebucht werden. Gerade der Beckenboden mag Kontinuität, Wahrnehmung und kleine Veränderungen im Alltag.

Buchen Sie gerne ein kostenloses, telefonisches Informationsgespräch.

 

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische oder therapeutische Beratung. Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen entsprechend qualifizierte Fachperson.